
Testbericht Ford Explorer 2019–: großer Familien-SUV im neuen Format

Der Ford Explorer im neuen Format ist ein großer Crossover mit drei Sitzreihen für Familie, lange Reisen und Anhängerbetrieb – und kein Versuch, Premium zu spielen. Der entscheidende Punkt dabei ist: 2019 war das letzte Jahr des bisherigen Explorer, und die komplett neue Generation kam bereits als Modelljahr 2020.
Darum ist es vor dem Kauf wichtig, diese zwei unterschiedlichen Fahrzeuge nicht zu verwechseln. Wenn Sie Platz, Zugkraft, einen großen Kofferraum und ein gutes Paket an elektronischen Assistenzsystemen brauchen, ist der neue Explorer einen Blick wert. Wenn hingegen ein maximal geräumiger dritter Sitzreihe, sehr weicher Federungskomfort oder eine optisch hochwertigere Innenraum-Anmutung Priorität haben, sollte man ihn besonders aufmerksam mit Alternativen vergleichen.
Modell und seine Position am Markt
Der Explorer steht im Segment der großen Familien-Crossover mit drei Sitzreihen. Seine Stärke ist die Kombination aus geräumigem Innenraum, großem Kofferraum hinter der dritten Reihe und durchzugsstarken Motoren – deshalb wird das Modell oft nicht nur als Familienauto, sondern auch als Zugfahrzeug, Reiseauto und für Outdoor- und Freizeitaktivitäten betrachtet.
In der neuen Generation setzt Ford auf eine heckgetriebene Basis mit optionalem intelligentem Allradantrieb. In der Praxis sorgt das für ein strafferes Gefühl auf der Autobahn und eine gute Zugreserve, macht den Explorer aber nicht zum Maßstab bei Komfort oder Verarbeitung. Das ist ein Auto für alle, die Funktionalität brauchen – nicht schöne Versprechen im Innenraum.
Generationen und Modellhistorie
Bei diesem Modell ist der Blick aufs Baujahr entscheidend. 2019 ist das letzte Jahr der vorherigen Generation mit älterer Technik, 6-Gang-Automatik und je nach Version Front- oder Allradantrieb. Ab dem Modelljahr 2020 startete ein komplett neuer Explorer mit anderer Architektur, heckgetriebener Basis und 10-Gang-Automatik.
Genau der neue Explorer ist der „große Familien-Crossover im neuen Format“, von dem meist im Kontext 2020 und später die Rede ist. Es gab Benziner- und Hybrid-Versionen sowie sportlichere Ausführungen mit kräftigem 3,0-Liter-V6. Wenn Sie gezielt den alten Explorer des Baujahrs 2019 suchen, muss man ihn separat bewerten – ohne ihn mit der neuen Generation zu vermischen.
Motoren und Getriebe
Bei den Motoren ist die Palette recht unterschiedlich im Charakter. Der 2,3-Liter-Turbomotor als Basis im neuen Modell liefert ausreichende Dynamik für ein Familienauto, der 3,3-Liter-Hybrid ist interessant für alle, die viel in der Stadt fahren, und der 3,0-Liter-V6 richtet sich an diejenigen, die mehr Zugreserve und kräftigeres Beschleunigen wollen.
| Zeitraum | Motor | Leistung und Drehmoment | Getriebe | Praktischer Nutzen |
|---|---|---|---|---|
| 2019, vorherige Generation | 2,3 l Turbo | 280 PS / 420 N·m | 6-Gang-Automatik | Rationale Option, wenn ein alter Explorer ohne V6 gesucht wird |
| 2019, vorherige Generation | 3,5 l Saugmotor | 290 PS / 346 N·m | 6-Gang-Automatik | Ruhigerer Charakter, ohne Fokus auf Durchzug von unten |
| 2019, vorherige Generation | 3,5 l Turbo | 365 PS / 475 N·m | 6-Gang-Automatik | Stärkere Version der alten Generation |
| Ab Modelljahr 2020 | 2,3 l EcoBoost | 300 PS / 420 N·m | 10-Gang-Automatik | Die universellste Wahl für den Alltag |
| Ab Modelljahr 2020 | 3,3 l Hybrid | 318 PS gesamt / 437 N·m | 10-Gang-Hybrid-Automatik | Interessant für Stadtverkehr und einen ruhigeren Fahrstil |
| Ab Modelljahr 2020 | 3,0 l EcoBoost V6 | 365 oder 400 PS / 515 oder 563 N·m | 10-Gang-Automatik | Für Anhängerbetrieb, Autobahn und alle, denen der Basismotor zu wenig ist |
Eine Schwachstelle früher Fahrzeuge der neuen Generation sind Beschwerden über die Arbeit der 10-Gang-Automatik. Das heißt nicht, dass jedes Exemplar problematisch ist, aber bei der Auswahl sollte man Schaltkomfort, Servicehistorie, Software-Updates und erledigte Rückrufaktionen gezielt prüfen.
Karosserie, Abmessungen und Fahrwerk
Die neue Generation hat eine selbsttragende Karosserie, einen Radstand von 3025 mm und wirklich große Außenmaße. Das bringt viel Platz für die zweite Reihe und Gepäck, aber in der Stadt wirkt der Explorer nicht kompakt: Breite und Länge spürt man beim Einparken sofort. Eine Bodenfreiheit von 201–211 mm erlaubt entspanntes Fahren auf schlechten Straßen, ersetzt aber keinen klassischen Leiterrahmen-Geländewagen.
| Parameter | Wert | Wichtig zu wissen |
|---|---|---|
| Radstand | 3025 mm | Sorgt für Stabilität auf der Autobahn und mehr Platz im Innenraum |
| Länge | 5050–5062 mm | Große Karosserie, die man auf engen Parkplätzen berücksichtigen muss |
| Breite | 2004 mm ohne Spiegel, 2268 mm mit Spiegeln | Das Auto ist breit, besonders in Höfen und Parkhäusern |
| Höhe | 1775–1783 mm | Bequemer Einstieg, ordentliche Kopffreiheit |
| Bodenfreiheit | 201–211 mm | Gut für Bordsteine, Schotterwege und den Winterbetrieb |
| Sitzplätze | 6 oder 7 | Abhängig von der Konfiguration der zweiten Reihe |
| Kofferraum | 515 l hinter der dritten Reihe, 1356 l hinter der zweiten, 2486 l hinter der ersten | Eine der praktischen Stärken des Modells |
| Kraftstofftank | 67,8–76,5 l | Das Volumen hängt vom Antrieb ab |
| Anhängelast | 2268–2540 kg | Abhängig von Motor und Anhängerpaket |
Die heckgetriebene Basis macht den Explorer auf der Autobahn interessanter als das alte Modell, nimmt aber nicht alle Kompromisse weg. Auf Unebenheiten gibt es Beschwerden über Springen der Federung, Windgeräusche und kleine Fremdgeräusche – vor allem bei frühen Fahrzeugen.
Innenraum, Komfort und Sicherheit
Beim Innenraum ist der Explorer stark in dem, was für Familien wirklich zählt: bequeme hohe Sitzposition, gute Übersicht, ordentliche Vordersitze und ein großer Kofferraum selbst bei aufgestellter dritter Reihe. Die dritte Reihe selbst ist im Segment jedoch kein Rekordhalter – Erwachsene sitzen dort auf kurzen Strecken komfortabler als auf langen Reisen.
Bei der Sicherheitsausstattung wirkt das Auto überzeugend: das Assistenzpaket Co-Pilot360 ist serienmäßig, in teureren Versionen sind 360-Grad-Kamera, automatisches Einparken und ein digitales 12,3-Zoll-Kombiinstrument verfügbar. Beim Kauf eines Gebrauchten sollten Sie die Historie zur Rückfahrkamera, zur Schraube der Hinterachse und zum Verriegelungsmechanismus der Sitzlehnen separat prüfen – bei diesem Modell ist das kein Detail.
Alltagstauglichkeit
Im Alltag gefällt der Explorer vor allem denen, die sein Format wirklich nutzen: Kinder, Sachen, Kinderwagen und Ausrüstung transportieren, in den Urlaub fahren oder einen Anhänger ziehen. Beim Verbrauch gilt als Orientierung: 2,3-Liter-Versionen etwa 9,8–10,2 l/100 km im Mischbetrieb, der Hybrid rund 8,4–9,4 l, die 3,0-Liter-Versionen etwa 11,8 l. Die exakte Zahl hängt von Antrieb, Reifen, Beladung und Fahrstil ab.
Wenn das Auto hauptsächlich für Stadtverkehr und Parkhäuser gedacht ist, sollte man den Explorer nur mit klarem Verständnis seiner Abmessungen kaufen. Wenn dagegen ein universelles Familienauto für Autobahn und Reisen gesucht wird, spielt er seine Stärken besonders aus: großer Tank, geräumiger Kofferraum, gute Zugkraft und eine vernünftige Geometrie für schlechte Straßen.
Stärken und Schwächen
Aus Sicht des Besitzers geht es beim Explorer nicht um den Wow-Effekt, sondern um ein Paket nützlicher Eigenschaften. Seine Vor- und Nachteile werden bereits in den ersten Nutzungswochen deutlich.
| Pluspunkte | Minuspunkte | Was das praktisch bedeutet |
|---|---|---|
| Großer Kofferraum und ordentliche Innenraum-Kapazität | Die dritte Reihe ist nicht Klassenbeste | Für Kinder und Gepäck sehr gut, aber man sollte keinen Van-ähnlichen Raum erwarten |
| Starke Motoren und guter Durchzug | Frühe Fahrzeuge können Kritik an der 10-Gang-Automatik haben | Unter Last ist der Explorer stark, ein Gebrauchtwagen sollte aber sorgfältiger geprüft werden |
| Gutes Paket an Sicherheitssystemen | Es gab Rückrufe bei wichtigen Baugruppen | Die Assistenzsysteme sind nützlich, aber die Servicehistorie ist Pflicht |
| Bequeme Sitzposition, Übersicht, Praxisnutzen | Materialien und Gesamteindruck der Qualität gefallen nicht jedem | Im Alltag bequem, wirkt aber nicht teurer, als er ist |
| Besserer Durchzug und mehr Souveränität der neuen Generation | Mögliche Windgeräusche und Kritik am Abrollkomfort | Auf der Autobahn stark, aber nicht perfekt leise und nicht der weichste |
Tuning und Zubehör
Beim Explorer funktioniert am besten ein utilitarischer statt dekorativer Ansatz. Dieser Modell steht Zubehör, das Karosserie und Innenraum schützt oder nutzbares Volumen ergänzt: Fußmatten, Schutz für die Kofferraum-Ladekante, Dachträger, Windabweiser, manchmal Trittbretter. Übermäßige äußere Anbauteile bringen hier selten echten Nutzen und erhöhen mitunter nur Gewicht und Geräuschpegel.
Wenn das Auto als Familienfahrzeug genutzt wird, ist es logisch, mit Kofferraumschutz und Lösungen für lange Reisen zu beginnen. Für Stadt und Übergangszeit sind auch Windabweiser und eine Abdeckung für den hinteren Stoßfänger sinnvoll, weil gerade diese Bereiche am schnellsten leiden.
Was sich für dieses Modell lohnt
- Zubehör für Ford Explorer 2019+ — wenn Sie kompatible Lösungen für Innenraum, Karosserie und Kofferraum schnell an einem Ort ansehen möchten.
- Dachträger — praktisch, wenn die dritte Reihe belegt ist und ein Teil des Gepäcks nach oben soll, ohne Platz im Innenraum zu verlieren.
- Kofferraumwanne — wichtig für Kinderwagen, nasse Taschen, Ausrüstung und alles, was den Serienboden schnell ruiniert.
Fazit
Der Ford Explorer der neuen Generation ist eine starke Option für alle, die einen großen Familien-Crossover mit guter Zugreserve, geräumigem Kofferraum und modernen Sicherheitssystemen brauchen. Man sollte ihn nicht wegen der Innenraum-Anmutung kaufen, sondern wegen Praxisnutzen, Zugfähigkeiten und Komfort auf langen Strecken.
Der Schlüssel zum gelungenen Kauf ist einfach: 2019 nicht mit der wirklich neuen Generation verwechseln, frühe Fahrzeuge mit 10-Gang-Automatik sorgfältig prüfen und nützliches Zubehör passend zum eigenen Einsatzprofil direkt einplanen. Dieses Material basiert auf realer Auswahlpraxis, Erfahrung und echten Nutzungsszenarien – nicht auf trockenen Katalogthesen.
| ✔ | Großer Kofferraum und ein ordentliches Platzangebot im Innenraum machen den Explorer praktisch für die Familie, Fahrten mit Gepäck und den Transport von Ausrüstung. Selbst mit hochgeklappter dritter Sitzreihe bleibt ein nutzbares Kofferraumvolumen erhalten. |
| ✔ | Starke Motoren liefern ordentlich Durchzug, was sich auf der Autobahn und beim Ziehen bemerkbar macht. Das ist nicht nur für die Dynamik nützlich, sondern auch für Fahrten mit Last oder Anhänger. |
| ✔ | Das Fahrzeug bietet eine ordentliche Auswahl an Sicherheitssystemen, darunter Co-Pilot360, und in höherwertigen Versionen sind eine 360-Grad-Kamera sowie automatisches Einparken verfügbar. Für einen großen SUV erleichtert das den Alltag spürbar. |
| ✔ | Die bequeme hohe Sitzposition und die gute Übersicht erleichtern das Fahren in der Stadt und auf der Autobahn. Das ist besonders bei täglichen Fahrten mit Kindern und einem großen Innenraum spürbar. |
| ✔ | Der neue Explorer liegt auf der Autobahn besser und bietet dank der Bodenfreiheit von 201–211 mm genügend Reserven für schlechte Straßen. Für den Langstreckeneinsatz und Fahrten außerorts ist das ein praktischer Vorteil. |
| ✘ | Die dritte Sitzreihe ist nicht die geräumigste in ihrer Klasse, daher ist es dort für Erwachsene nur auf kurzen Strecken bequem. Für längere Fahrten ist das eher ein Kompromiss als ein vollwertiger Platz. |
| ✘ | Bei frühen Fahrzeugen der neuen Generation gibt es Beschwerden über die Arbeit des 10-Gang-Automatikgetriebes. Vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens sollte es separat auf sanfte Schaltvorgänge und die Servicehistorie geprüft werden. |
| ✘ | Bei dem Modell gab es Rückrufe wegen wichtiger Baugruppen, daher ist die Servicehistorie sehr wichtig. Ohne Prüfung dieses Punkts wird der Kauf eines gebrauchten Explorer riskanter. |
| ✘ | Die Materialien im Innenraum und das allgemeine Qualitätsgefühl könnten diejenigen enttäuschen, die eine hochwertigere Anmutung erwarten. Dieser Crossover setzt eher auf Funktionalität als auf eine edle Verarbeitung. |
| ✘ | Auf unebenen Straßen gibt es Beanstandungen beim Fahrkomfort sowie wegen Windgeräuschen und kleinen Nebengeräuschen. Für alle, die einen sehr leisen und weichen SUV erwarten, ist das ein deutlicher Nachteil. |







